Wichernkrankenhaus im Evangelischen Johannesstift Berlin

Im Jahr 1983 wurde auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts das Wichernkrankenhaus als fünfgeschossiger Baukörper mit drei Bettenstationen mit je 33 Betten in strenger Ost-West-Orientierung errichtet. In drei fingerförmig nach Norden angefügten zweigeschossigen Baukörpern ist ein Medizinisches Zentrum angeschlossen. Diese Gebäudegruppe genügte heutigen Anforderungen an Pflege und Rehabilitation geriatrischer Patienten und wirtschaftlichen Bedingungen aktueller Betriebsführung nicht mehr. Die Aufgabenstellung beinhaltete einen effizienten Neubau der drei Geriatrischen Stationen unter laufendem Betrieb und den darauf folgenden Umbau des Altbaus zu einem Geriatrischen Servicezentrum. Ziel des Entwurfs war die zeitgemäße Umsetzung des Raumprogramms innerhalb des Baufelds der Bestandsbaukörper und der Erhalt des wertvollen Baumbestandes unter optimaler Ausnutzung der bestehenden Topographie. Zwei kompakte dreigeschossige einhüftige Baukörper auf den Grundflächen der Bestandskörper nehmen zusammen mit zwei verbindenden Brückenbauteilen das Programm der drei übereinanderliegenden Bettenstationen auf. Die leichte Spreizung der beiden Bettenflügel aus dem Bestand betont die Orientierung zur Landschaft und zum angrenzenden Karpfenteich. Der Neubau wird über eine behindertengerechte Rampe in Richtung Stiftskirche für Besucher und Nutzer autark erschlossen. Der Andachtsraum über dem Eingang vermittelt die konfessionelle Ausrichtung, das große Fenster rahmt den Turm der zentralen Stiftskirche.