Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim

Im Rahmen des Architektenwettbewerbs für das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim präsentierten wir einen Vorschlag, der neben der städtebaulichen Integration und einem positiven Lebens- und Arbeitsraum auch ein modernes, kundenorientiertes und zukunftsfähiges Gesundheitszentrum vorsah.

Aufgabe war es, ein Neubau mit vier Stationen für Allgemein- und Gerontopsychiatrie, Physio- und Ergotherapie, Schlaflabor, Speisenversorgung und Cafeteria sowie Bereiche für Lehre und Verwaltung zu entwerfen. Dabei galt es, zu berücksichtigen, das die Patienten für mehrere Monate im Gebäude verweilen und aus entfernten Regionen anreisen.

Der architektonische Entwurfsgedanke für das neue Gebäude ist die Schaffung eines positiven Lebens- und Arbeitsraums. Patienten können sich „zuhause“ fühlen und Mitarbeiter erleben, einen kommunikativen sowie inspirierenden Ort. Der Neubau ist als offenes und lichtes Haus konzipiert mit Blickbezügen in die Umgebung, viel Tageslicht, Rückzugsmöglichkeiten für die Patienten und Begegnungszonen.

Das Gebäude dockt an die nördlich gelegene Suchtklinik an, schließt den Block zur Straße hin und fügt sich damit in die städtebauliche Ordnung Mannheims ein. Mit seiner differenzierten Höhenentwicklung unterstreicht es die besondere Bedeutung im städtebaulichen Kontext. Ein großzügig angelegter Eingangsplatz mit Therapiegarten, Cafeteria, Außenterrassen sowie offene und geschlossene Innenhöfe ermöglichen eine ausgeglichene Verzahnung von öffentlichen mit nichtöffentlichen Bereichen, von Neubau mit Umgebung. Die einzelnen Funktionsbereiche werden so im Gebäude organisiert werden, dass kurze Wege einen reibungslosen und ökonomischen Betrieb ermöglichen, Synergien realisiert werden können, Betriebsabläufe optimiert sind und eine bestmögliche ärztliche Versorgung gewährleistet ist.

Die vielfältigen Freibereiche sind über die gesamte Gebäudestruktur hinweg den Funktionen zugeordnet und bieten Patienten, Besuchern und Beschäftigten differenzierte Aufenthalts- und Bewegungsbereiche. Im Innenraum setzt der Entwurf auf das Prinzip der einfachen Orientierung.